Apricus international / 1993 - 1997

1993

Am 13.02.1993 gründen sich auf der Burg Rabenstein der Erlebnissportverband Apricus und die Apricus-Jugend. Wir werden Anerkannter freier Träger der Jugendarbeit in den neuen Bundesländern Sachsen-Anhalt und Brandenburg und arbeiten eng mit dem DFJW und der Jugend für Europa zusammen.

Nach Auflösung der Solijugend-Ost-Geschäftsstelle in Bernburg übernehmen wir deren Aufgabengebiete in den Bereichen Jugendbildung und Aus- und Fortbildung Ehrenamtlicher.

Die Anzahl der Angebote und der Mitglieder, sowie Gastteilnehmerzahlen nimmt weiter kontinuierlich zu und hält sich in den Folgejahren bis 1997 auf hohem Niveau, hauptsächlich auch dank der hauptamtlich eingesetzten Kräfte, die durch Ehrenamtliche unterstützt werden.

Jugendaustauschprogramme werden mit Frankreich, Spanien, Großbritannien, Italien und Portugal durchgeführt.

Bei den "8. Coswiger Radwandertagen" in Thale und den "1. Ruppiner Radwandertagen" belegt die Ortsgruppe Bernburg den 1. Platz, beim Bergzeitfahren siegen in 4 von 5 Altersklassen Apricus-Radler.

Mit einer "24-Stunden-Rallye" und dem "500er Kanten rund um Berlin" veranstaltet Apricus zwei Radmarathons der Superlative.

Bei der über den RKB organisierten Radwanderwertung belegen wir den 4. Platz.

1994

Alle angebotenen Programmarten sind weiterhin auf hohem Niveau und prägen zunehmend das Bild des Verbandes.

Das Bergsportreferat organisiert zunehmend eigenständige Kletteraktivitäten, ein Ausbildungskurs "Klettern mit Kindern und Jugendlichen" wird in Zusammenarbeit mit der DAV-Sektion Oybin organisiert.

Bei den "9. Coswiger Radwandertagen" in Uebigau siegt erneut Apricus Bernburg bei 16 teilnehmenden Radwandergruppen. Aktivste Teilnehmerin wird Sabine Marr (Apricus-Erfurt) mit allein 240 Anreisekilometern per Rad. Bei der Rallye siegen in drei von fünf Altersklassen Apricus-Aktive.

Die "10. Coswiger Radwandertage" finden noch im gleichen Jahr in Coswig statt, Anlaß ist das 15jährige Verbandsjubiläum.

Das Wasserwandern wird als weiterer Erlebniszweig etabliert, so werden auch in den Folgejahren stets gut besuchte Paddeltouren organisiert.

Gerade bei Jugendlichen kommen Apricus-Erlebniscamps an, die von der Vielzahl und Verschiedenartigkeit der gemachten Angebote leben, stets verknüpft mit heimatgeschichtlichen, naturkundlichen und immer mehr auch ökologischen Themenstellungen. Aber auch altbewährte Zelt-Etappenradtouren finden jedes Jahr auf's Neue ihre Anhänger.

Nach wie vor spielt der internationale Jugendaustausch eine große Rolle, unter anderem waren Apricus-Gruppen mit Austauschpartnern in Frankreich und Großbritannien bzw. zeigten Franzosen und Spaniern einen Teil ihrer Heimat. In Spanien findet eine viernationale Begegnung statt, an der auch Jugendliche aus der Ukraine und Belorussland teilnehmen.

1995

Wie in den Vorjahren gibt es eine Vielzahl verschiedener Angebote an Jugendbildungsveranstaltungen, Fortbildungen, Jugendaustauschen, Rad- und Trekkingreisen, Jugendfreizeiten, Wochenend- und Tagesveranstaltungen.

Sowohl die Mitgliederzahl (knapp 100) und die Gästezahl (über 200) pegeln sich auf einem hohen Niveau ein. Im Verhältnis zwischen haupt- und ehrenamtlicher Arbeit und der Zahl der Veranstaltungen bzw. Teilnehmer wird ein Sättigungsgrad erreicht. Viele Veranstaltungen werden zu einer Art Selbstläufer und werden bereits traditionell nachgefragt.

Frank Petrovsky aus Berlin wird neuer Präsident des Verbandes.

1996

Das aus den Vorjahren gewohnte hohe Niveau der Veranstaltungen wird gehalten und somit verbleiben wir auf dem erreichten Stand.

Die "12. Coswiger Radwandertage" finden in Quitzdorf in der Oberlausitz statt, Apricus-Teilnehmer belegen in drei Altersklassen den 1. Platz bei der Rallye.

Internationale Austauschprogramme werden erneut mit unseren Partnern CEMEA und Les Francas (Frankreich) und der Jugendtheatergruppe Hel-Arte in Cortegana (Spanien) durchgeführt.

Die Sorge um den Fortbestand des Verbandes beim Auslaufen der 249h-Förderung Ende des Jahres zwingt immer wieder zu Zukunftsdebatten und lähmt auch die Planungsarbeit für das Folgejahr. Verschiedene Modelle werden durchdiskutiert, klar aber ist, dass wir nicht vorschnell aufgeben wollen.

Durch organisatorische und personelle Änderungen beim CEMEA Languedoc-Roussillon läuft in diesem Jahr die Serie der erfolgreichen binationalen Animateursfortbildungsveranstaltungen mit der Oktoberveranstaltung in Waltersdorf aus. Ob ein Ersatzpartner unsererseits gesucht wird, bleibt aufgrund der unklaren Personalentwicklung vorerst offen.

1997

Wir beschließen, ab April eine hauptamtliche Stelle ohne Lohnkostenförderung zu besetzen, damit nicht alle attraktiven Programme ersatzlos wegfallen.

Die Wochenendaktivitäten werden überwiegend durch ehrenamtliche Mitglieder abgesichert, trotz allem sind durch den Wegfall der Stellenförderung auch hier Programmangebotskürzungen nicht mehr zu übersehen.

Die "13. Coswiger Radwandertage" werden bei schlechtem Wetter (Sturm, Rege und Kälte) trotz allem zu einem Erfolg. In Bad Kösen wird wie gewohnt ein attraktives Programm angeboten.

Erneut werden je ein Austausch mit Hel-Arte in Cortegana in Spanien und in Deutschland durchgeführt, sowie ein deutsch-französischer Jugendaustausch als Ruck-Zuck-Hin-und-Rückbegegnung in der Bretagne und in der Sächsischen Schweiz.

Wie aus den Vorjahren gewohnt, führten wir im Sommer Apricus-Erlebnissportprogramme, aber auch je eine Etappenradtour in Frankreich und auf der Iberischen Halbinsel durch.

Trotz aller enormen Anstrengungen wird sich künftig eine ungeförderte hauptamtliche Stelle nicht halten können, die Lohnkosten können gerade in den Saure-Gurken-Monaten nicht erwirtschaftet werden.

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