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21.10.18: Wanderung von Stolpe nach Criewen
(ursprünglich: in der Uckermark)

Eine kleine Sonntagswanderung

  • Wann: am 21.10.18
  • Treffpunkt: Gesundbrunnen, um 10:25 Uhr, Gleis 10
  • Länge: ca. 12 km
  • Feste Schuhe, Proviant und ein Fernglas sind empfehlenswert!

Wir fahren mit dem Zug nach Angermünde und von dort weiter mit dem Bus. In Stolpe angekommen, steigen wir gleich hinauf zum „Grützpott“ und genießen den herrlichen Ausblick. Einer alten Sage nach wird der Turm im Volksmund als „Grützpott“ bezeichnet. Der Turm ist mit 18 m Außendurchmesser der wahrscheinlich stärkste Bergfried Deutsch­lands.

Unsere Wanderung beginnt am Kinder- und Jugendheim in Stolpe. Wir laufen am Waldesrand, entlang der Fischteiche, in Richtung Alt-Galow. Hier überqueren wir die Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße und laufen auf dem Deich, der gleichzeitig auch der Oder-Neiße-Radweg ist, nach Stützkow.

In Stützkow befindet sich die „Himmelsleiter mit Auenblick“. Insgesamt 167 Stufen führen zum Aussichtspunkt. Oben angekommen machen wir eine kleine Rast. Wir sehen im Vordergrund die Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße. Dahinter erstreckt sich bis zur Oder der Nationalpark Unteres Odertal.

„Nach niederländischem Vorbild wurde das Flussgebiet eingedeicht. Entlang der Oder ziehen sich Sommerdeiche und Wehre, die alljährlich im November geöffnet werden, wodurch das Wasser der Oder in das breite Flusstal fließt und gefährliche Hochwasser vermieden werden. Trotz des unübersehbaren Einflusses des Menschen auf das Gebiet, zählt diese Flussaue zu den naturnahsten Mündungsgebieten in Europa. Weit hinten am Horizont begrenzt die, schon in Polen liegende, Hügelkette das Odertal.“

Im Spätherbst treffen hier in der Flussaue alljährlich die Zugvögel von ihren Brutgebieten aus dem Norden ein. Wir folgen dem „Weg der Auenblicke“ von Stützkow nach Criewen. Wenn uns der Weg aus dem Wald herausführt, liegt vor uns ein imposanter von Trockenrasenpflanzen bewachsener Berg. Anschließend durchwandern wir auf einem Bohlenpfad einen feuchten Erlen-Eschen-Wald. „Der Wald beherbergt viele Vogelarten, wie Klein- und Grünspecht, Gartenbaumläufer und Pirol. Der hier lebende Biber erhöht mit dem Bau von Dämmen den Wasserstand und hält auf diese Weise das Wasser in der Region.“

Die runden Hügel der Densenberge begleiten uns auf unserem Weg. „Die Densenberge sind ein weichsel-eiszeitliches Stauch-Endmoränengebiet. Hier lag vor ca. 14.5000 Jahren die Eisrandlage des Angermünder Halts während des Pommerschen Stadiums. Durch den Wechsel von Vorstoß und Rückzug des Gletschers wurden die obersten, ungefrorenen Sedimentschichten vor dem Gletscher zusammengezogen und gestaucht. Auffallend sind gelber Sand, der überwiegend aus Quarzkörnchen besteht und an den Wegböschungen hervortritt – sowie Kiese und Gesteine in Kopfgröße.“

Im alten Fischerdorf Criewen kehren wir im Gasthaus „Zur Linde“ ein. Die Criewener Dorfkirche steht mitten im Landschaftspark. Der Park wurde einst von Peter Joseph Lenné entworfen. Das ursprüngliche Dorf musste dem Park weichen, so dass nur noch die Kirche übrig geblieben ist. In Criewen befindet sich auch das Nationalparkzentrum Unteres Odertal.

Je nach Lust, Wetterlage und Zeit können wir im Ort verweilen oder noch eine kleine Runde nach Zützen machen, bevor es von Criewen aus wieder mit dem Bus zurück nach Angermünde geht.

Rückfahrt:

  • 17:55 Uhr ab Criewen/Nationalparkzentrum → 18:19 Uhr an Angermünde
  • 18:33 Uhr ab Angermünde → 19:23 Uhr an Berlin-Gesundbrunnen

Anmeldungen:

Bitte an Anke Siegemund bis zum 19.10.18, per Mail: anke_siegemund<at>hotmail.com oder per Telefon: 0174 / 2894119

Anke

 

Seite zuletzt geändert: 05.10.2018