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27.05.18: Tour auf dem Oderbruchbahn-Radweg

Auf stillgelegten Bahntrassen durch das Oderbruch von Golzow nach Müncheberg

Der Oderbruchbahn-Radweg führt von Fürstenwalde und Müncheberg bis nach Wriezen durch die markante Naturlandschaft des Oderbruchs. Das Oderbruch ist mit nur 2 bis 5 Metern über dem Meeresspiegel das am tiefsten gelegene Gebiet Brandenburgs. Es wird begrenzt von bis 100 m höher gelegenen Flächen. Bis ins 18. Jahrhundert wurde das Bruch regelmäßig zweimal im Jahr überflutet, so dass die fruchtbaren Flächen nicht bewirtschaftet werden konnten. Nur die höher gelegenen Orte, wie Oderberg, Bad Freienwalde, Wriezen, Seelow und Lebus boten den Menschen dann Schutz. 1747 ließ König Friedrich II schon früher ausgearbeitete Pläne zur Entwässerung des Oderbruchs verwirklichen. Die Oder erhielt ein neues, begradigtes Flußbett: 60 km wurden eingedeicht und Sumpfgebiete trockengelegt. Aus sumpfiger Wildnis wurde eines der fruchtbarsten Ackerbaugebiete. Wir befahren den etwa 64 km langen Abschnitt von Golzow nach Müncheberg. Der Radweg vermittelt durch seine ländliche Prägung vorbei an Feldern, Wiesen, durch typische Oderbruchdörfer einen einzigartigen Charme. Unterwegs bietet sich in Friedersdorf ein Besuch des Kunstspeichers an, ein ehemaliger Getreidespeicher, der Ausstellungen zur Orts- und Regionalgeschichte sowie zur Getreideverarbeitung und zum Speicherbau beherbergt. In Seelow lässt sich die Gedenkstätte und das Museum an die Kämpfe zwischen der Roten Armee und der Wehrmacht im Frühjahr 1945 auf dem wichtigsten Kriegsschauplatz am Ende des Zweiten Weltkrieges besuchen. Die Besonderheit des Oderbruchbahn-Radweges ist die Strecke selbst, die weitgehend auf stillgelegten Bahntrassen verläuft. Zahlreiche Seen laden zudem zu einem Badestopp ein.

Geschichte der Oderbruchbahn

Die einstige Eisenbahnlinie verband den "Gemüsegartens Berlins" mit der Hauptstadt. Vor 100 Jahren begann der Bau der Güterbahnstrecke zwischen Fürstenwalde, Seelow, Groß Neuendorf und Wriezen. Bereits 1911 brachten die ersten Güterwagen Rüben in die Zuckerfabriken des Oderbruchs, später auch Getreide, Milch oder Kartoffeln nach Berlin. Von 1964 an wurde die Bahnstrecke vor allem wegen der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Straße und Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg - nach und nach stillgelegt. Schotter und Schienen sind fast vollständig verschwunden, doch einige Relikte lassen sich auf dem 2008 eröffneten Oderbruchbahn-Radweg erkunden.

Anreise / Abreise

Hinfahrt von Berlin-Lichtenberg um 9:37 Uhr nach Golzow (NEB Niederbarnimer Eisenbahn, Richtung Kostrzyn)

Rückfahrt stündlich von Müncheberg nach Berlin-Lichtenberg

Anmeldung

...bitte bis Freitag den 25.05. unter markus.grabolle<@>gmail.com oder 01577-9414660

Gäste zahlen wie immer 1€ für die Versicherung.

Auf eine schöne Tour bei gutem Wetter und eine rege Teilnahme freut sich
Markus

 

Seite zuletzt geändert: 17.05.2018