Jahrestreffen 2012 in Schneeberg (Erzgebirge)

07.12.2012 - 09.12.2012

Mei Arzgebirg wie bist du schie

Das diesjährige Jahrestreffen fand im Erzgebirge und traditionsgemäß am zweiten Adventswochenende statt, ein Umstand, der mich besonders reizte, da ich schon immer mal die vorweihnachtliche Stimmung dort genießen wollte. Außerdem ist es immer eine Gelegenheit, alte Freunde wiederzusehen. So machte ich mich mit Diana auf die ca. 500 km lange Reise nach Schneeberg. Bei sehr guten Straßenverhältnissen trafen wir dann nach 5 Stunden Autofahrt mit Hilfe des Handy-Navis im KiEZ ein und konnten im Speiseraum schon bekannte Gesichter begrüßen. Nach dem Abendbrot wurde noch bei Bier und Wein geplaudert, aber bei mir stellte sich schon bald eine gewisse Bettschwere ein, die lange Autofahrt hatte doch ihre Spuren hinterlassen.

Der Weg zum Speiseraum am frühen Morgen ließ alle Müdigkeit verfliegen und kündigte schon eine anstrengende Wanderung an - es war eisekalt. Nach einem ausgiebigen Frühstück machte sich der Großteil auf die geplanten 15 km, während eine zweite Gruppe zu einer Skiwanderung auf dem Erzgebirgskamm aufbrach. Bedenken hatten wir, angesichts des vielen Schnees, die Tour nicht in vollem Umfang absolvieren zu können, doch stellten wir fest, dass viele Wanderwege geräumt waren. Auf kleineren Routen waren vor uns schon Leute unterwegs und Skiloipen wurden von uns, sehr zum Leidwesen der Skifahrer, als Trampelpfade genutzt. Die schöne Winterlandschaft mit unzähligen Fotomotiven ließ alle Anstrengungen vergessen. In einem kleinen Örtchen entdeckte Micha (der Erfinder des „Konditorn“) einen Bäcker, bei dem es Kaffee und Tee “to go“ gab. Von innen etwas aufgewärmt, ging es gut gelaunt weiter und wir erreichten noch im Zeitlimit unser Ziel, den Gleesberg. Die dortige Gaststätte bot für jeden Gaumen das passende Mahl. Gestärkt und etwas erholt begaben wir uns auf den „Abstieg“ und wieder auf Schneeberg zu, immer mal wieder einen Blick in die Wanderkarte werfend.

Ein weiterer Höhepunkt des Tages war für uns noch der Besuch des Schneeberger Lichtelfestes, mit dem unsere norddeutschen Weihnachtsmärkte nicht konkurrieren können. Zeitlich etwas eingeengt traten wir den Heimweg an, um noch das Abendbrot in der Herberge einnehmen zu können. Die Skifahrer trafen auch wieder unfallfrei ein und so begannen wir den Abend mit dem schon traditionellen Julklap. Jeder Teilnehmer versenkte vor Beginn sein mehr oder weniger liebevoll verpacktes Geschenk in einen großen Beutel. Dieser leerte sich bald wieder, denn beim Würfeln bestimmter Zahlen durfte man sich wieder eines Päckchens bemächtigen. Doch musste man sich aufgrund bestimmter Würfelregeln oft von diesem wieder trennen. So gab es ein lustiges Hin- und Hergeschiebe, dazu noch Tauschaktionen und am Ende gab es nach Öffnen der Pakete heitere, enttäuschte oder einfach zufriedene Gesichter. Individuelle Deals heiterten schließlich doch noch einige Mienen auf.

Zu fortgeschrittener Stunde waren nun alle auf die Apricus-Jahreswertung gespannt, schließlich wurden im Laufe des Jahres viele Veranstaltungen durchgeführt. Bücher und Gutscheine gab es für die vorderen Platzierungen (alle Ergebnisse siehe Info). In seiner Funktion als Präsident ließ Frank das abgelaufene Jahr noch mal Revue passieren und gab einen Ausblick auf das neue. (Den 21. Dezember haben wir hinter uns, es steht uns also nichts mehr im Wege). Eine Bildershow von Apricusveranstaltungen via Laptop–TV rundeten den Abend ab.

Am Morgen machte sich schon leichte Abschiedsstimmung breit und so beschloss ein Teil der Angereisten, nach dem Frühstück und Zimmerräumen das Schaubergwerk zu besichtigen*. Auf dem Weg zum Bahnhof Schlema sollte dann noch ein Abstecher auf den Weihnachtsmarkt gemacht werden. Da sich ein Wetterumschwung mit Glätte ankündigte, beschlossen Diana und ich, direkt zum Weihnachtsmarkt zu fahren und von dort die Heimreise anzutreten. Dies erwies sich im Nachhinein als richtig, zumal es zeitweise kräftig schneite und es viel stockenden Verkehr gab. Glücklich und mit vielen schönen Eindrücken und Erinnerungen erreichten wir schließlich unser Heim.

Ein Dankeschön an Marianne und Frank für die Organisation des Jahrestreffens.

Jörg


*) was Jörg nicht wusste: der Bergwerksbesuch hat leider aufgrund der Führungstermine nicht geklappt.

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