Ostseeradtour 2014, Stralsund - Warnemünde

20.06.2014 - 22.06.2014

„Liebst du auch den rauhen Wind, wenn er schön von vorne bläst…“ *

Unter diesem Motto stand die diesjährige Ostseetour, die uns von Stralsund bis Warnemünde führte. Die an dieser (Tor)tour teilnehmenden „Glorreichen Sieben“ waren Marianne A., Franziska Sch., Michael K., Helge R., Thomas St., Frank P. und meine Wenigkeit.

Thomas und ich radelten uns am Freitagvormittag von Hanshagen nach Stralsund schon mal ein (im Englischen nennt man so was „warm up“). Am Stralsunder Bahnhof waren wir nach knapp 50km „warmed up“ genug und empfingen die mit dem Zug Angereisten. Schon ging es durch die Stadt, am Sundufer entlang nach Parow, einem kleinen Dörfchen, aber mit Café - unschwer zu erraten, was wir hier taten. Ohne schützenden Wald (hier oben ohnehin rar) zog sich das Fahrerfeld immer wieder auseinander und nach einem weiteren Picknick erreichten wir Barth, wo sich Marianne nach einem Radladen umschaute. Unterwegs „da flog ihr doch das (Schutz)blech weg“. Nachdem alles repariert war, ging es über die Meiningenbrücke auf die von Michael in der Ausschreibung ausführlich beschriebene Halbinsel.

 

Foto Ostseeradtour 2014
Gewitterstimmung
Unser Tagesziel, der Zeltplatz der „Leipziger Verkehrsbetriebe“ liegt östlich von Zingst direkt an den Dünen. Da es draußen windig war, es keine Bänke vorm Zelt gab und dunkle Regenwolken aufzogen, beschlossen wir nach dem Zeltaufbauen, in der für uns nutzbaren Küche den Abend zu verbringen. Hier konnten wir Kochplatten und Wasserkocher nutzen, also Kocher umsonst mitgeschleppt. Die Regenwolken kamen auch nicht umsonst und so waren wir froh, im Trockenen zu sitzen.

 

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Inselexkursion. Per pedes ging es über die Düne an den Strand. „Auch hier ragt das Meer direkt bis ans Ufer“(Heinz Erhardt, dt. Komiker). Immer ostwärts mit Rückenwind ging es teils barfuß bis uns ein Schild mit Hinweis auf das folgende Vogelschutzgebiet am Weitergehen hinderte. So verließen wir den Strand- natürlich nicht ohne abschließendes Bad mit FKK-Badebekleidung in der auha! kühlen Ostsee. Zurück durch den Küstenwald wurden im Lager die Räder gesattelt und es ging „go west“ auf dem Deichradweg nach Prerow. An der Seebrücke aßen wir an einer Imbissbude Fisch in verschiedenen Varianten - wo wir doch schon mal an der Küste sind. Durch den Vormittag, sowie des starken Windes einiger Kräfte beraubt, entschlossen wir uns, die Darßrundfahrt abzukürzen und erst mal zu konditorn. Ein italienisches Eiscafé ließ uns stoppen und mich zur Erkenntnis bringen, dass die Italiener zwar gutes Eis herstellen aber keinen Kuchen backen können.

 

Foto Ostseeradtour 2014
Am Strand
Michas Vorschlag, von dem überschüssigen Geld Holzkohle, Bratwürste und Steaks für einen Grillabend zu kaufen, wurde von allen begrüßt. Auf dem Nachhauseweg begleitete uns angenehmer Rückenwind und abends Michael auf der Gitarre und ich auf der Munti bei fröhlicher, hausgemachter Musik. Zuvor hatte Helge das Grillen übernommen und es wurde ein schöner Abend trotz Regenschauer - wir saßen ja wieder im Trockenen. Dabei wurde auch das WM-Spiel unserer Fußballmannschaft nicht vermisst.

 

Am Sonntag machte sich Thomas schon sehr früh aufs Rad, um seinen von Warnemünde nach Leipzig durchgehenden Zug zu schaffen. Da waren's nur noch sechs, die die letzte Etappe bei Sonnenschein aber immer noch heftigem Gegenwind über das Fischland und durch die Rostocker Heide in Angriff nahmen. Wir rasteten noch mal in Ahrenshoop und Graal-Müritz (mit kurzem Sprung in die Ostsee) und kamen nach Fährüberquerung der Warnow pünktlich am Warnemünder Bahnhof an. Da für alle noch ein bisschen Zeit war, konnten wir uns langsam von der Ostsee und dann gegenseitig verabschieden - bis zur nächsten Ostseetour.

Vielen Dank an Michael für die Organisation und Leitung.

Jörg Schulze


*) Dirk Busch, dt. Schlagersänger

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